Stellungnahme zum Leserbrief in der HAZ Lehrte vom 23.02.2026

Zum Leserbrief von Christian Buchholz am 23.2.2026 in der HAZ, Regionalausgabe Lehrte:

Mit Verwunderung haben wir den Leserbrief vom 23. Februar 2026 in der HAZ Lehrte zur Kenntnis genommen, in dem der Verfasser der Kirchengemeinde St. Petri Steinwedel (seit dem 1. Januar 2024 Teil der Gesamtkirchengemeinde Lehrter Land) u.a. vorwirft, bis heute eine Diskussion über die Einsätze der AG Naturschutz im Altwarmbüchener Moor zu verweigern.

Neben zahlreichen Gesprächsangeboten an unterschiedlichste Personen und Personengruppen im Laufe des Jahres 2024 hat die Kirchengemeinde im Oktober 2024 zu einem Gespräch in großer Runde eingeladen, an dem auch der Verfasser des Leserbriefes teilgenommen hat. Darüber hinaus gab es ein Folgegespräch mit den Sprecherinnen von Grundeigentümern zunächst im kleinen Kreis und dann mit dem Gesamtkirchenvorstand. Parallel erfolgte eine ausführliche Kommunikation mit mehreren Jagdgenossenschaften und deren Zentralverband.

Der Gesamtkirchenvorstand hat sich auf seiner Klausurtagung im Januar 2025 intensiv mit Kritik, Befürchtungen, Sorgen und Vorwürfen eines Teils der Eigentümer und Nutzungsberechtigten im Altwarmbüchener Moor beschäftigt. Nach eingehender Prüfung aller Argumente und Einlassungen hat er sich inhaltlich uneingeschränkt hinter das Projekt der AG Naturschutz St. Petri für eine auf ca. 13 Hektar begrenzte Fläche gestellt.

Auch wenn die Region in den nächsten Jahren mit dem LIFE „RePeat“-Projekt eine großangelegte Vernässung für das gesamte Altwarmbüchener Moor (1.226 Hektar) plant, erscheint uns das Projekt sinnvoll, da wir mit unseren Maßnahmen, kleine Rettungsinseln für bedrohte Moorpflanzen und -tiere schaffen. Bedrohte Arten können sich dort so lange halten, bis sie großflächig bessere Lebensbedingungen vorfinden. Alle Arbeiten erfolgen im Übrigen mit Genehmigung der Unteren Naturschutzbehörde, so dass unzulässige Störungen ausgeschlossen sind.

Die Gemeindeleitung und die beteiligten Personen sind selbstverständlich jederzeit bereit, sachlich über das Projekt zu diskutieren und offene Fragen zu klären; weiterhin werden die Termine der Arbeitseinsätze öffentlich angekündigt und im Vorfeld über die Untere Naturschutzbehörde mit anderen betroffenen Interessengruppen – wie etwa der Jägerschaft – abgestimmt.

Das Vorgehen der AG Naturschutz, bei der sich mittlerweile mehr als 100 Menschen in Sorge um unsere Zukunft und die unserer Kinder ehrenamtlich in ihrer freien Zeit einsetzen, empfinden wir nicht als spaltend, sondern im Gegenteil als ein Angebot, mit ihnen gemeinsam nachzudenken und anzupacken.

Das Moor-Erlebniscafé ist übrigens ein guter Ort - nicht nur für Torte und Kaffee, sondern gerade auch für sachliche Information und persönlichen Austausch. Es ist ein Angebot, Menschen zusammenzubringen und Gespräche zu ermöglichen.  

Pastor Thorsten Leißer und Pastorin Kirsten Kuhlgatz